Drastische Erhöhung der Beförsterungskosten im Privatwald ab 2015 geplant

Sieben Wochen vor Inkrafttreten einer neuen Richtlinie werden die hessischen Waldbauern erstmals davon informiert, dass sie ab Januar 2015 bis zu 1000 Prozent mehr an den Staat zahlen sollen. Das Land Hessen nutzt seine Monopolstellung in der Betreuung der Waldbesitzer aus und damit gerade gegenüber denjenigen hessischen Bürgern, die für unsere Erholung im Wald sorgen.

In einem offenen Brief wenden sich die Waldbauern an die Umweltministerin und fordern mehr Zeit zur Beratung, mehr Information, mehr Transparenz und Beteiligung bei der Erarbeitung neuer Grundlagen für die forstliche Betreuung ihrer Wälder durch das Land. Sie arbeiten zum Teil seit Jahrzehnten vertrauensvoll mit den staatlichen Forstbehörden zusammen und sehen sich jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt. In der kurzen Frist bleibt den Waldbauern keine Möglichkeit, für ihre Wälder und den Verkauf von geerntetem Holz andere Lösungen zu organisieren. Hinz will, dass vom Land betreute Waldbauern zukünftig eine Provision von bis zu zwanzig Prozent an den Holzgelderlösen zahlen.

„Ich gehe davon aus, dass viele Waldbauern unter diesen Umständen im nächsten Jahr kein Holz ernten werden, um den hohen Kosten zu entgehen“, sagt Dietrich Kübler, Landrat im Odenwaldkreis und Sprecher der kleinen Waldbauern im Präsidium des Waldbesitzerverbandes.

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